Alpenüberquerung 2025: Wörgl – Torbole, 469km, 13837Hm

Schieben, Schwitzen, Staunen - zwischen erneuten Blasen an den Fersen, Drei Zinnen und einen neuen Blick auf den Gardasee

Streckenübersicht:

  • Tag 3 Welsberg → Cortina (70 km,2308 Hm) |  ➡️ Tag 3 .gpx-Datei                      Pragser Wildsee und Plätzwiese als Highlights, Trail‑Uphill zum Strudelkopf mit Blick auf die Drei Zinnen. Gewitterdrohung, brutale Rampen am Passo Son Forcia. Ankunft in Baustellen‑Cortina, Kräfte am Limit.
  • Tag 7 Trento → Torbole (51 km,1557 Hm)➡️ Tag 7 .gpx-Datei                              Trotz Vortag motiviert Richtung Monte Stivo. Erster Gardasee‑Blick auf ca. 1500 m – emotionaler Höhepunkt. Naranch‑Alm geschlossen, dennoch Traumpanorama; final sicher über Straße nach Torbole. Abschluss mit Pizza, Bier, See.
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Wichtiger Hinweis (bitte unbedingt lesen):

Ich kann keine Garantie geben, dass die Routen heute noch 1:1 genauso fahrbar sind. In den Alpen können sich Wege jederzeit ändern – zum Beispiel durch Baustellen, Sperrungen oder Naturereignisse (z. B. Erdrutsch). Ebenso kann ich nicht garantieren, dass eine Route für jede Person machbar ist – das hängt immer von Fitness, Tagesform und fahrtechnischer Erfahrung ab. Die Verantwortung für Planung, Einschätzung und Durchführung deiner Tour liegt daher vollständig bei dir. Eine exakte Angabe der Höhenmeter ist leider nicht möglich. Jedes Tool (Garmin, Komoot, Relive…) verwenden unterschiedliche Höhenquellen, Glättungs- und Rechenalgorithmen. Aus diesen Grund unterscheiden sich die Höhendaten um wenige Prozent. 

In der Karte erlebst du die gesamte Alpenüberquerung, ergänzt durch zahlreiche Bilder der schönsten Highlights:

Einschätzung gesamthafte Transalp:

Kondition:

Fahrtechnik:

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Erster Tag: Wörgl – Mayrhofen || 76km, 1860Hm

2025_Tag1_Wörgl-Mayrhofen

Hitzegefecht und Blasen-Drama zum Auftakt

Mein Auto konnte ich sicher am Bahnhof in Wörgl gegen eine Parkgebühr von 20€ abstellen. Der Startschuss fiel schließlich um 8:45 Uhr am Bahnhof in Wörgl. Die ersten Kilometer rollten fast wie von selbst: Die Strecke bis nach Kelchsau war mit ihrer angenehmen Steigung perfekt zum warum werden, obwohl das Thermometer bereits in der Früh über 20 Grad anzeigte. In Kelchsau füllte ich noch meine Trinkflaschen auf und stärkte mich mit einer Banane für den kommenden Aufstieg zum Salzjoch. Kurz nach Kelchsau beginnt die Mautstrecke und man kann schon in weiter ferne das Joch erkennen. Langsam schlängelt sich die Mautstraße immer weiter hinauf bis zum Wanderparkplatz „Wegscheid“.

 

 

 

Doch dann kam der erste „Classic“ eines Bikepackers: Ich habe das Drehkreuz zur offiziellen Forststraße glatt übersehen und bin auf dem Wanderweg gelandet. „Die 200 Höhenmeter schiebst du locker“, dachte ich mir. Ein fataler Fehler, denn ich hatte meine Fersen nicht getapt. Die Quittung kam sofort: Die ersten Blasen meldeten sich lautstark. Erst zurück auf der Forststraße konnte ich wieder in den Sattel. Auf der neuen Bamberger Hütte kann man nochmal die Trinkflaschen auffüllen bevor es zum Salzjoch hinauf geht.

Endlich oben angekommen wird man mit einem wunderschönen Panorama belohnt. Im Hintergrund türmen sich die Venediger Gruppe mit ihren noch schneebedeckten Gipfel in die Höhe. Nach einer kurzen Stärkung folgte der Downhill nach Krimml, Gerlosspass. Mein Problem: Die Trinkflaschen waren leer. Der Radweg am Gerlosssee ist zwar landschaftlich ein Traum, raubt einem mit seinen steilen Rampen aber den letzten Nerv, wenn man auf dem Trockenen sitzt. Rettung bot ein Gasthaus: Spezi auf Ex und Wasser marsch! Je tiefer ich ins Tal fuhr, desto wärmer wurde es. Der restliche Weg ins Zillertal war trotz Bergab-Passagen harte Arbeit, da ein fieser Gegenwind bremste, der sich anfühlte wie ein heißer Föhn. Ein letzter Anstieg (100 Hm) auf ca. 1.000 m Höhe forderte noch einmal Körner, bevor ich endlich nach Mayrhofen rollen durfte.

Ich nächtigte im Hotel Kramerwirt und ich kann es wirklich nur empfehlen. Der Wellnessbereich und das Abendessen, war genau das Richtige, um sich ordentlich für den nächsten Tag zu regenerieren.

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Zweiter Tag: Mayrhofen – Welsberg || 86km, 2362Hm

2025_Tag2_Mayrhofen_Welsberg

Die Königsetappe – Über die Schmerzgrenze hinaus

Heute ging es ans Eingemachte und ich kaufte in der Früh noch genügend Proviant und Getränke für diesen harten Aufstieg ein. Die Auffahrt zum Zillertaler Stausee über die Mautstraße war morgens bei wenig Verkehr noch purer Genuss. An der Bärenbad Alm hieß es: Flaschen vollmachen an der Quelle, denn ab hier wird es ernst.

 

 

 

 

Der Abzweig in den Hundskehlgrund begrüßte mich direkt mit giftigen 16–17 % Steigung. Ab einer Höhe von 1.950 m war Schluss mit Treten. Es folgten 500 bis 600 Höhenmeter purer Überlebenskampf: Das Bike schultern oder schieben. Dank der stufenartigen Wege ließ sich das Rad zwar halbwegs gut tragen, aber die 1,5 bis 2 Stunden Schinderei merkt man in jedem Knochen und an den Fersen. Die Blasen vom Vortag tapte ich so gut wie es ging, aber nach einer gewissen Zeit merkt man jede Kleinigkeit. Ca 100Hm unterhalt des Hundskehljoch kommt man am Petrusbildl vorbei und man weiß, dass es nicht mehr weit ist. Mit letzten Kräften schleppte ich mich das Joch hinauf. Die Belohnung? Ein Panorama, das sprachlos macht! Nach einer kurzen Stärkung freute ich mich auf die Abfahrt, aber da hatte ich mich zu früh gefreut.

Auch bergab hieß es für ca. 300 Höhenmeter (1 Std.): Tragen und Schieben, bis endlich die Forststraße ins Ahrntal erreicht war. Die letzten 30 Kilometer bis Bruneck wurden bei extremer Hitze und heftigem Gegenwind zur mentalen Zerreißprobe. Auch die finalen Höhenmeter über Olang nach Welsberg zogen sich wie Kaugummi. Nach über 8 Stunden im Sattel (und daneben) war dies definitiv der anstrengendste Tag, den ich je auf dem Bike erlebt habe. Ein gutes Essen im Hotel rettete den Abend, auch wenn ich den Wellnessbereich schmerzlich vermisste.

Hotel Dolomiten in Welsberg; sehr sauberes Hotel das keine Wünsche offen lässt.

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Dritter Tag: Welsberg – Cortina d’Ampezzo || 70km, 2308Hm

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Postkarten-Idylle und steile Rampen

Der dritte Tag startete mit einem lachenden und einem weinenden Auge: Die Landschaft war ein Traum, aber das viele Schieben und Tragen der Vortage hatte Spuren hinterlassen – meine Fersen schmerzten bei jedem Tritt.

Früh morgens ging es zum Pragser Wildsee. Die Auffahrt ist gut fahrbar und der See selbst… nun ja, außergewöhnlich! Trotz der Touristenströme ist das tiefblaue Wasser vor der Kulisse der Dolomiten jede Kurbelumdrehung wert. Nach einer kurzen Abfahrt wartete der nächste 1.000-Hm-Brocken: Die Auffahrt zur Plätzwiese. Über die Straße ließen sich die Höhenmeter überraschend flüssig wegdrücken. Oben angekommen, fühlte ich mich wie in einer Filmkulisse: saftig grüne Wiesen vor den schroffen Felswänden.

 

 

Ab der Dürensteinhütte wurde es sportlich: 300 Höhenmeter Trail-Uphill zum Strudelkopf. Mit viel Biss konnte ich etwa 90 % davon im Sattel bewältigen. Die Belohnung am Gipfelkreuz? Der wohl spektakulärste Blick auf die Drei Zinnen, den man sich vorstellen kann!

Da dunkle Gewitterwolken aufzogen, suchte ich schnell das Weite Richtung Cortina. Nach einem kurzen Boxenstopp (Trinkflaschen-Refill an einem Restaurant) wartete der Endgegner des Tages: der Pass Son Forcia. Die letzten 600 Hm waren pure Qual. Steigungen von 16 % bis hin zu brutalen 25 % zwangen mich oft in den Schiebemodus – Gift für meine Fersen. Die rasante Abfahrt ins Tal entschädigte etwas, auch wenn Cortina d’Ampezzo aktuell einer riesigen Baustelle für die Olympischen Spiele 2026 gleicht. Mit Pizza auf dem Hotelzimmer ließ ich den Tag ausklingen, merkte aber deutlich: Die Kraftreserven waren am Limit. Doch der Tag war einer der schönsten, die ich bei einer Alpenüberquerung hatte.

Hotel Pontechiesa; sehr schönes Wellnessbereich mit fantastischen Blick auf die Berge

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Vierter Tag: Cortina – Falcade || 54km, 1835Hm

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Dolomiten-Liebe und mentale Stärke

Die Nervosität war mein Frühstücksbegleiter, denn der Blick auf das Profil verhieß nichts Gutes. Direkt ab Cortina schoss die Straße mit 15–17 % in die Höhe. Die Straße ist zwar asphaltiert, aber bis zur Hütte Federa brannten die Beine bereits lichterloh.

Der Weg zum Lago di Federa forderte mir dann alles ab: Steilstücke bis 25 % machten das Fahren unmöglich. Jeder Schritt beim Schieben war eine Herausforderung für meine Füße. Doch am See angekommen, war der Schmerz kurz vergessen – dieses Panorama ist Weltklasse! Über die Forcella Ambrizzola zog sich der Weg weiter nach oben, immer wieder unterbrochen durch Schiebepassagen. Man steht hier mitten im Herz der Dolomiten, umgeben von den schönsten Gipfeln der Welt.

 

 

Nach technischen Abfahrten und einem Abstecher zum Col de Baldi (natürlich wieder mit einem steilen Schiebestück am Ende!) konnte ich endlich die Abfahrt nach Alleghe genießen. Ein kurzer Refill am Dorfbrunnen, dann der letzte Anstieg zum Pass Tomaso. Erst steil auf Asphalt, dann auf Wanderwegen, die erst ab 1.300 m Höhe wieder fahrbar wurden. Dennoch lohnten sich die Strapazen. Die ganze Zeit ist man umringt von den schönsten Bergen der Dolomiten. Die letzte moderate auffahrt nach Falcade hat man auch relativ schnell geschafft. Anschließend hieß es mal wieder Verpflegung einzukaufen, Klamotten waschen, kurz das Bike checken und die Beine hochlegen.

Fazit: Das Hotel Belvedere war der perfekte Ankerpunkt nach diesen harten Tagen. Ich bin unendlich froh, das Schlimmste hinter mir zu haben. Ab morgen weiß ich: Die Berge sind wieder fahrbar!

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Fünfter Tag: Falcade – Caoria || 50km, 1835Hm

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Flow-Momente und der erste Einbruch

Die Beine waren schwer wie Blei, die Fersen brannten – und die Wetter-App prophezeite Regen. Also hieß es: Abflug um 7:00 Uhr! Die Auffahrt zum Passo di Valles weckte die Lebensgeister, gefolgt von einer kurzen rasanten Abfahrt auf der Hauptstraße. Schließlich biegt man links auf  einem traumhaften Forstweg zum Passo Rolle ab. Langsam schlängelt man sich hoch Richtung Pass und teilt sich den schönen Weg mit zahlreichem Wanderer. Immer wieder wird man auf Italienisch angesprochen und angefeuert. Sprache spielt hier keine Rolle, sondern man teilt die Leidenschaft für die Berge. Oben angekommen ist der Ausblick wieder gigantisch.

 

 

Das Highlight der Tagestour: Der Flow-Trail hinunter nach San Martino. Pure Fahrfreude! Da es in der Nacht geregnet hat, ist man zwar danach ordentlich dreckig, aber voller Glücksgefühle. Nach einem schnellen Re-Stocking im Supermarkt warteten die letzten 600 Hm zum Tognola. Kurz hatte ich überlegt, die Gondel zu nehmen, aber ich war sehr gut in der Zeit und der Himmel schaute etwas freundlicher aus. Auf der Hütte gab es das wohlverdiente Stück Kuchen, bevor es über einen tückischen (weil nassen) Wanderweg nach Coria ging. Im Ziel angekommen, forderte der Körper schlagartig seinen Tribut: 40 Minuten Tiefschlaf waren nötig, um überhaupt zum Abendessen zu erscheinen.

Die Unterkunft in Caoria (Albergo Al Pin) war top-renoviert, die Besitzerin extrem freundlich und das Abendessen ist nur zum empfehlen.

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Sechster Tag: Caoria – Trento || 82km, 1616Hm

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Grenzerfahrung im Regen

Der Tiefpunkt. Beim Wechseln der Blasenpflaster am Morgen die Ernüchterung: Die Fersen waren entzündet. Um Platz im Schuh zu schaffen, flog die Sohle raus – ein Verzweiflungsakt. Im Supermarkt kaufte ich noch genügend Proviant für den langen Aufstieg zum Passo Cinque Croci. Dieses Teilstück hatte ich noch sehr gut in Erinnerung. Bereits 2021 musste ich bei Dauerregen und bereits etlichen Kilometer in den Beinen die knapp 1000 Höhenmeter bewältigen. Damals kam plötzlich kurz vorm Gipfel die Sonne heraus, Pferde querten den Forstweg und schon schossen mir Freudetränen ins Gesicht. Mit jeder Pedalumdrehung musste ich an die Tortur von damals denken und erreichte zwar bei starker Bewölkung ziemlich schnell den Pass.  Die Auffahrt an sich ist gut zu fahren, auch wenn es immer wieder Passagen mit grobem Schotter gibt. Auch dieses Mal motivierten mich für die letzten Meter Pferde, Maultiere und die angrenzenden Gipfel.

 

In der Abfahrt Richtung Borgo merkte ich: Ich bin leer. Kopfschmerzen, keine Kraft, totale Erschöpfung. Ich entschied mich für die fahrbare Variante statt der geplanten Trage-Passage über den Passo di Palú – die beste Entscheidung des Tages!  In Borge gönnte ich mir eine längere Pause beim Supermarkt und stopfte mich voll mit zuckerhaltigen Getränken und versuchte mich zu stärken. Ich quälte mich Kilometer für Kilometer Richtung Trento. Nun merkte ich die extreme Hitze, die vielen und langen Tragepassagen der ersten Tage. Am Lago di Caldonazzo hieß es nochmal Zähne zusammenbeißen und den kurzen Anstieg nach Vigolo in Angriff zu nehmen. Kurz vor Trento öffnete der Himmel seine Schleusen: 15 Minuten Schüttregen aus Eimern und wartete bei einer Tankstelle das schlimmste ab. Völlig entkräftet und durchnässt rettete ich mich in die Sauna in Trento.

Das Hotel Hi Hotel in Trento hat einen wunderschönen großen Wellnessbereich, den ich aber aus völliger Erschöpfung so gut wie nicht genutzt habe. Bevor es zum Abendessen ging, kaufte ich im Supermarkt nochmal ordentlich ein und nahm mir Kohlenhydrate in Pulverform für die Trinkflasche mit. Aus den vergangenen Rennen und Alpenüberquerungen wusste ich eigentlich, wie wichtig es ist, die Speicher wieder voll zu machen. Der Blick auf die Wetter-App und dass morgen der letzte Tag ansteht, stimmte mich dennoch wieder sehr positiv.

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Siebter Tag: Trento – Torbole || 51km, 1560Hm

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Das Finale – Der erste Blick auf den Gardasee

Eigentlich wollte ich aufgrund des gestrigen Tages den Monte Stivo streichen, aber der tiefe Schlaf, neue Carbs und die richtige Musik in den Ohren wirkten Wunder. Ab Aldeno begann der Aufstieg und je höher man kommt, desto ruhiger und verlassener wird die Straße. Am Lago di Cei kann man beim Wanderparkplatz seine Flaschen nochmal auffüllen man befindet sich im Biotop „Pra dell Albi Cei“. Am Passo Bordala geht es rechts weg auf einen Forstweg und man wird von einem Schild begrüßt, dass vor den Bären warnt. Schon so oft bin ich diesen Warnschildern begegnet und hoffe immer wieder, auch wenn es sehr unwahrscheinlich ist, dass ich nie in so eine Situation komme.

 

 

 

Endlich habe ich die Abzweigung Richtung Monte Stivo erreicht und ich fühlte mich immer noch gut. Also entschloss ich mich den Anstieg anzugreifen. Schnell wurde mir klar, dass es alles andere als leicht wird. Die Steigung und der Untergrund zwangen mich immer wieder kurz abzusteigen. Auf einer wunderschönen Lichtung auf ca. 1500m sah ich zum ersten Mal das Ziel. Im Hintergrund der tiefblaue Gardasee, davor Kühe, die in aller Ruhe grasten und das grandiose Wetter überzeugten mich, hier es gut sein zu lassen. An dieses Gefühl es nach 7 Tage endlich wieder geschafft zu haben, werde ich mich wahrscheinlich nie gewöhnen und das ist auch gut so. Ich starrte auf den Gardasee und ließ die letzten Tage nochmal Revue passieren, bis der Hunger sich meldete. Ich wollte so schnell wie möglich nach Toroble und in den See hüpfen. Aber zuvor wollte ich unbedingt noch zur Naranch Alm. An diesen Tag hatte die Alm zu und ich konnte nochmal einen anderen Blick auf den Gardasee komplett für mich alleine genießen. Es ist wirklich eine absolute Traumkulisse!

Über den Naranch Trail – technisch anspruchsvoll durch losen Schotter – ging es Richtung Torbole. Ich entschied mich auf den letzten Metern für die sichere Straßenvariante, um nichts mehr zu riskieren. Und dann: Das Ortsschild Torbole. Pizza, Bier, der See und das Gefühl, etwas Unglaubliches geschafft zu haben.

Hotel Ventus Park: Absolute Empfehlung! Man kann sicher in der Garage sein Bike abstellen, man ist in wenigen Minuten am Strand, am Pool kann man die Ruhe genießen und das Frühstück bietet alles, was das Herz begehrt.

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